Der Apostelbrief

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Grußwort Pfarrerin Conrad

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Grüß Gott, liebe Gemeinde,

Ja, da bin ich schon sehr gespannt: Wer wird das sein, die „liebe Gemeinde“ in Gerbrunn? Seit knapp einem Jahr, also seit der Stellenausschreibung im Amtsblatt, befasse ich mich gedanklich mit dieser Frage. Ein paar Mal schon konnte ich kurz vorbeischauen und Menschen treffen, die zu dieser Gemeinde gehören und die mir erzählen konnten: von Bewährtem und Vertrautem, von Beliebtem und Vermisstem und auch von Befürchtungen und Visionen. Und bei jeder dieser Begegnungen habe ich gedacht: Das klingt spannend, da kann ich mir vorstellen dabei zu sein. Was sich allein schon in dem Jahr Vakanz, das die Gemeinde dann hinter sich haben wird, getan hat! Das lässt vermuten, dass es auch in nächster Zeit nicht langweilig werden wird.

Also bin ich gespannt. Und falls es Ihnen umgekehrt ebenso geht und Sie sich fragen: Wer wird das sein, die neue Pfarrerin in der Apostelkirche?, erlaube ich mir, mich Ihnen schon einmal schriftlich vorzustellen. Mein Name ist Julia Conrad, geboren wurde ich 1969 in Wedel bei Hamburg, ich bin also ein Nordlicht. Schon das Theologiestudium hat mich an unterschiedliche Orte geführt, von Bethel bei Bielefeld über Marburg nach Zürich und Kiel. „Eingebayert“ wurde ich dank meines Mannes Axel Conrad. Als Theologenpaar standen wir irgendwann vor der Frage: „Zu mir oder zu dir?“



Bayern ist es also geworden: von Herrsching am Ammersee nach Neuendettelsau/Heilsbronn ins Vikariat über die erste geteilte Pfarrstelle in Pocking bei Passau in die derzeitige gemeinsame Gemeinde nach Ingolstadt St. Markus hat uns unser beruflicher Werdegang bisher geführt. 22 Jahre lang haben uns dabei unsere drei Töchter begleitet, nun geht auch die jüngste ins Studium und aus dem Haus. Zeit für uns, noch einmal etwas Neues zu beginnen. Und Unterfranken, Sie haben es schon gemerkt, ist noch ein weißer Fleck auf meiner persönlichen Landkarte, das möchte ich gerne ändern.

Ich bin also gespannt: auf die Menschen in der Gemeinde und in der Pfarrei Gerbrunn; auf neue Kolleginnen und Kollegen im Dekanatsbezirk; auf Würzburg vor der Haustür und das neue Mainfranken-Theater; und darauf, ob mein neues e-bike mich tatsächlich so zuverlässig bergauf bringt wie versprochen.

Vor allem aber bin ich gespannt darauf, mit Ihnen zusammen christliches Leben in Gerbrunn zu gestalten und einladend Kirche und Gemeinde zu sein. Ich hoffe, wir sehen uns. Bis dahin!

Julia Conrad